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Das Kniegelenk ist das grösste Gelenk des menschlichen Körpers und stellt die bewegliche Verbindung zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein her. Es besteht aus drei Gelenkanteilen: Jeweils innerer und äusserer Gelenkanteil zwischen Oberschenkel und Schienbein (Femorotibial-Gelenk). Im dazwischen liegenden Gelenkspalt befinden sich die Zwischengelenkscheiben (Menisken). Der dritte Gelenkabschnitt wird gebildet zwischen der Kniescheibe und dem Oberschenkelknochen (Femoropatellar-Gelenk).

Alle Gelenkanteile sind mit einer Knorpelschicht überzogen und werden von einer gemeinsamen Gelenkkapsel umschlossen. Die Gelenkschleimhaut produziert eine Flüssigkeit, die den Knorpel ernährt, der gemeinsam mit den Menisken eine stossdämpferähnliche Aufgabe erfüllt. Bandstrukturen zwischen den Knochen stabilisieren das Gelenk (z.B. Kreuzbänder, Seitenbänder), durch Muskeln und Sehnen wird es bewegt, wobei in erster Linie Beugung und Streckung möglich ist. In bestimmten Positionen sind zusätzlich geringe Rotationsbewegungen möglich.

Unser Behandlungsangebot

  • Meniskus-Behandlungen
  • Kreuzbänder-Behandlungen
  • Kniegelenkersatz
  • Seitliche Kniescheibenverschiebung (Patellalateralisation)
  • Schleimhautfalten (Plica-)-Syndrom
  • Verrenkung der Kniescheibe (Patellaluxation)
  • Brüche der Kniescheibe
  • Behandlung von Knorpelschäden
  • Arthroskopische Eingriffe

Kniegelenk

Das Knie ist ein äusserst faszinierendes Gelenk. Jedes Gelenk in unserem Körper hat spezielle Besonderheiten und ist erstaunlich gut an die jeweiligen mechanischen Bedürfnisse für die Funktion angepasst. Es gibt Gelenke mit relativ fester knöcherner Führung, welche die Stabilität gewährleistet. Andere, wie eben das Kniegelenk, sind sehr komplex aufgebaut. Die Stabilität und gleichzeitig die hervorragende Beugung bis 150 Grad, wird durch ein sehr feines Zusammenspiel von Knochen, Menisken, Seitenbändern und Kreuzbändern ermöglicht. Gesteuert wird die Bewegung durch die Muskulatur am Oberschenkel, diese trägt auch dazu bei, allzu heftige Gewalteinwirkungen wie beispielsweise heftiges Beugen oder Überstrecken, abzubremsen und vorzubeugen.

Wenn man sich über Jahre eingehend mit dem Kniegelenk beschäftigt, kommt man unweigerlich zu dem Punkt, an dem man staunt, dass ein so komplexes Gelenk überhaupt so gut funktioniert und so widerstandsfähig ist. Viele Menschen gehen davon aus, dass ihre Gelenke problemlos funktionieren und ärgern sich, wenn sie im Rahmen einer Verletzung, eines Verbrauchs oder einer Erkrankung Schmerzen bereiten oder nicht mehr stabil sind. Wie jedes mechanische Teil in einem funktionierenden System ist auch das Knie durch die Beanspruchung einem Verschleiss unterworfen. Einzelne Komponenten des Kniegelenks können sich erneuern, oder bei Verletzungen heilen, ander,e wie zum Beispiel Knorpel, haben keine Möglichkeit zur Erneuerung oder Heilung. Entsprechend ist es sinnvoll, unseren Gelenken Sorge zu tragen. Durch regelmässige Tätigkeiten wie Kraft- und Fitnesstraining und Dehnungsübungen können wir das Knieglenk unterstützen, damit es seine Funktion gut erfüllt und auch Spitzenbelastungen im Rahmen grosser körperlicher Anstrengungen oder äusseren Gewalteinwirkungen wiederstehen kann. Leider kann man dadurch nicht immer Schäden vom Kniegelenk fernhalten. Die meisten Schädigungen des Kniegelenkes lassen sich entweder Verletzungen oder Verbrauchserscheinungen zuordnen. 

Die Kniechirurgie hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Es gibt wiederherstellende Eingriffe, beispielsweise wenn ein verletzungsbedingter Schaden repariert wird. Dabei wird versucht, die jeweils verletzte Struktur, beispielsweise ein Band möglichst anatomisch, das heisst in der ursprünglichen Form, wiederherzustellen. Dies kann durch eine direkte Naht (z.B. Band, Meniskus), Fixation am Knochen (z.B Band, knöcherne Ausrisse, Knochenbrüche) erfolgen, oder durch einen Ersatz mit einem anderen Band oder Sehne, welche an einer anderen Körperstelle, an der es entbehrlich ist, entnommen werden, oder von einem Fremdspender stammen (Band, Knorpel-Knochendefekte, Meniskus).

Andererseits gibt es die Möglichkeit des Oberflächenersatzes (Endoprothese), entweder des ganzen Gelenkes oder nur eines betroffenen Teils im Gelenk. Hier sind die technischen Möglichkeiten ebenfalls vielfältig und an die jeweils betroffenen Strukturen anzupassen. Auch hier erlauben moderne technische Möglichkeiten eine immer bessere Annäherung an die ursprüngliche Form und an den natürlichen Bewegungsablauf des individuellen Kniegelenkes.

Der Knorpel, die Gleitfläche im Kniegelenk, ist eine ausserordentlich grosse Herausforderung für chirurgische Eingriffe. Über Jahrzehnte wird bereits geforscht, wie man Knorpel zum Wachsen bringen oder verpflanzen kann. Bisher hat sich keine Methode eindeutig durchgesetzt, teilweise wurden auch etablierte Methoden wieder verlassen. Hier hat die Forschung noch viele Schwierigkeiten zu meistern.

Obwohl also bereits grosse Fortschritte in der operativen Behandlung des Kniegelenkes gemacht worden sind, ist auch hier die Entwicklung einer stetigen Veränderung unterworfen und es bleibt unsere Aufgabe, mit den Erneuerungen Schritt zu halten, gute Entwicklungen zu erkennen und anzuwenden, voreilige Erfolgsmeldungen jedoch kritisch zu beurteilen und gegebenenfalls Geduld zu haben, bis die wissenschaftliche Erkenntnisse konkrete Schlüsse zulassen.

Häufig gestellte Fragen rund um das Knie:

Bei einem Meniskusschaden gilt es zuerst, diesen so gut wie möglich zu beurteilen (vor einer Operation in der Regel mit einer Magnetresonanzuntersuchung, oder dann im Rahmen einer Operation). Wenn ein Riss in einer Zone des Meniskus liegt, die durchblutet ist, kann eine Naht des Meniskus erfolgen. Falls die genaue Lokalisation oder die Art des Risses eine Naht nicht zulässt, wird so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig, entfernt. Der beschädigte Anteil des Meniskus kann seine Funktion nicht erfüllen und wird entfernt, der Rest des Meniskus soll aber möglichst bewahrt werden, damit die Funktion weiterhin gewährleistet ist.

Zu einem grossen Teil ist die genaue Ursache von Arthrosen nicht bekannt, es handelt sich um eine Verbrauchserscheinung mit Abnutzung des Gelenkknorpels, dieser kann vom Körper nicht wieder neu gebildet werden. Regelmässige Aktivität ohne übermässige Belastungen (Spitzenbelastungen) fördern die Ernährung des Knorpels und auch seine Widerstandskraft. Auch dies kann jedoch eine Arthrose nicht verhindern, wenn die Veranlagung dazu gegeben ist. Gewisse krankhafte oder verletzungsbedingte Zustände des Kniegelenkes wie Instabilitäten oder beschädigte Gelenkflächen können eine vorzeitige Arthrosebildung bewirken, deshalb sind Operationen zur korrekten Wiederherstellung der Gelenkfunktion bis zu einem gewissen Grad auch vorbeugend gegenüber einer Arthrose.

Die Kreuzbänder sind für die Stabilität des Kniegelenkes sehr wichtig. Ein Knie kann aber auch bei einem fehlenden Kreuzband genügend stabil sein. Entsprechend muss ein Vorderer Kreuzbandriss nicht immer operiert werden. Wenn aber eine störende Instabilität besteht, ist es ganz klar zu empfehlen, damit durch die Instabilität keine weiteren Schäden riskiert werden (vorzeitige Arthrose, Meniskusschäden etc.). Auch bei Ausübung von knielastigen beruflichen oder sportlichen Tätigkeiten, ist eine gute Bandstabilität wichtig.

Nein, der Meniskus ist, wie andere Strukturen, im Knie auch einer gewissen Abnutzung unterworfen, er wird auch mit zunehmendem Alter weniger elastisch als in jungen Jahren und kann deshalb wie etwa ein spröder Gummi aufgrund der alltäglichen Belastung spontan einreissen.

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          Dr. med. Matthias Speck

Dr. med. Matthias Speck

Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats und Sportmedizin SGSM

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          Dr. med. Andreas Pfister

Dr. med. Andreas Pfister

Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates

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Dr. med. Renato Sommacal

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Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Sportmedizin (DSME)

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Dr. med. Marinette Bürgi

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