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Geschichte

AMEOS Spital Einsiedeln

Das AMEOS Spital Einsiedeln blickt auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurück. Unser Spital ist noch immer eng mit der Geschichte Einsiedelns und seinem Kloster verbunden und der Bezug des Spitals zum Kloster Einsiedeln ist allgegenwärtig spürbar. So engagiert sich bis heute ein Teil der rund 60 Benediktinermönche als Seelsorger für die Patientinnen und Patienten im AMEOS Spital Einsiedeln – selbstverständlich nur für diejenigen Patienten, die das auch wünschen.

Einsiedeln ist der Geburtsort des Schweizer Arztes und Naturphilosophen Paracelsus. Und noch heute erinnert das Paracelsus-Denkmal gegenüber dem Kloster an seine Einsiedler Herkunft. Bereits zu Paracelsus’ Zeiten war Einsiedeln mit seinem Benediktinerkloster ein beliebter Pilgerort in Europa. Denn Christus höchstpersönlich soll vor über 1000 Jahren die Meinradszelle – am Standort des heutigen Klosters – geweiht haben. Danach ging der katholische Pilgerrummel so richtig los. Und fand bis heute kein Ende. Die Benediktinerabtei im Kanton Schwyz mit ihrer Schwarzen Madonna ist noch immer der bedeutendste und grösste Wallfahrtsort der Schweiz und eine wichtige Station auf dem berühmten Jakobsweg.

Und so kam es, dass das heutige AMEOS Spital Einsiedeln ab Mitte des 14. Jahrhunderts als Pilgerspital fungierte. Sei es der katholischen Prägung geschuldet oder auch einfach der einzigartigen Höhenlage: Einsiedeln gilt weit über die Schweizer Grenzen hinaus als einmaliger Kraftort – direkt am idyllischen Sihlsee gelegen, umgeben von Bergen mit wunderschönen Ausblicken in die intakte und unberührte Natur. Die Einsiedler munkeln gar, die kraftspendende Einsiedler Höhenluft habe ihre ureigene Wirkung. Und viele der unzähligen Touristen sind der Überzeugung, die tiefe Ruhe und Gelassenheit des «Kraftorts Einsiedeln» übertrage sich spürbar auf die Menschen.

Die Geschichte im Überblick:

1553
Die Geschichte des heutigen AMEOS Spitals Einsiedeln als Pilgerspital beginnt. Damals wurde das erste Spital gegründet, das gemäss Stiftungsurkunde der «Beherbergung der Pilger» diente. Deshalb wurde es auch Pilgerspital genannt und später als «Heilig-Geist-Spital» bezeichnet.

1577
Raub der Flammen zusammen mit den meisten Gebäuden des Dorfes.

1578
Das Spital wird wieder aufgebaut. In den folgenden Jahren ist es als Kinderheim, Waisenhaus, Armenhaus und Pilgerspital tätig.

1855
Berufung der barmherzigen Schwestern vom Heilig Kreuz Ingenbohl.

1858
Baubeginn des neuen «Armen-, Kranken- und Arbeitshauses», des späteren Kinderheims.

1861
Einweihung und Eröffnung.

1863
Gründung der «Stiftungsgesellschaft für ein Krankenhaus für den Bezirk Einsiedeln».

1898
Bestellung der Baukommission für die Planung und Realisierung des ersten eigentlichen Krankenhauses in der Dümpflen.

1904
Eröffnung und Einweihung sowie Auftrag zur Leitung an die Schwestern des Klosters Heilig Kreuz Ingenbohl.

1945
Einrichtung einer Gebärabteilung.

1951
Eine Säuglingsabteilung entsteht.

1953
Die Stiftungsgesellschaft tritt das Spital an das Institut der barmherzigen Schwestern vom Heilig Kreuz Ingenbohl ab. Diese errichten die «Stiftung Krankenhaus Maria zum Finstern Wald».

1973
Brand des Spitals.

1974
Das Kloster Ingenbohl will die Trägerschaft des Spitals, das heisst die Stiftung, abtreten. Der Bezirk Einsiedeln übernimmt das Spital und bestellt den Stiftungsrat.

1979
Eröffnung des jetzigen Spitals.

2005
Die Stiftung «Krankenhaus Maria zum Finstern Wald» übernimmt die alleinige Trägerschaft des Regionalspitals.

2008
Es erfolgt der Wechsel vom Verwalter- ins Direktorensystem.

2011
Der Regierungsrat legt für den Kanton Schwyz eine Spitalstrategie vor, welche auf den Standort Einsiedeln als Akutspital verzichten will. Mit der Kampagne «Pro Spital Einsiedeln» der Bevölkerung, der Mitarbeitenden des Spitals sowie der lokalen Politiker konnte eine Mehrheit im Kantonsrat von der Notwendigkeit des Spitals in Einsiedeln überzeugt werden. Damit bleibt das Spital Einsiedeln weiterhin auf der Schwyzer Spitalliste und kann die weitere Zukunft gestalten.

2013
Wechsel vom Beleg- zum Chefarztsystem in der Chirurgie.

2014
Eröffnung der Privatstation im neuerstellten 5. Stock des Spitals.

2018
Abschluss einer siebenjährigen intensiven Komplettsanierung des Spitals Einsiedeln.

2020
Die AMEOS Gruppe wird zur neuen Trägerin des Spitalbetriebs und sichert die Existenz des Spitals, der medizinischen Grundversorgung in der Region Einsiedeln sowie die Arbeitsplätze. Das Spital Einsiedeln wird zum AMEOS Spital Einsiedeln.