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Hämorrhoiden

Im AMEOS Spital Einsiedeln wird eine differenzierte Therapie der Hämorrhoiden von sehr erfahrenen Chirurgen durchgeführt, die seit vielen Jahren in der Proktologie tätig sind und die das gesamte Spektrum der klassischen und modernen Behandlungen kennen wie z.B. die Exzisionen, Stapler- Hämorrhoidopexie. HAL (Hohe Arterien Ligatur).  RAR (Rekto – Analer- Repair) oder der LHP (Laser- Hämorrhoido-Plastie. Vorher erfolgt eine genaue Abklärung ggf. mit Analmanometrie und Analsonographie, um die beste Therapieoption auszusuchen.

Beschwerden am Darmausgang, oft pauschal als «Hämorrhoiden» bezeichnet. Die letzten fünf Zentimeter des Darmes, der «Analkanal», ist ein faszinierend komplexes Organ mit mannigfaltigen wichtigen Funktionen. Er kann harte, weiche, flüssige oder gasförmige Ausscheidungen sicher erkennen, zurückhalten oder nach Wunsch entleeren. Im oberen Analkanal befinden sich unter der Schleimhaut Venenpolster die, ähnlich einem elastischen Dichtungsgummi, dazu beitragen, den Analkanal zu verschliessen.  Sind diese, ähnlich den Krampfadern an den Beinen, krankhaft vergrössert, spricht man von Hämorrhoiden. Hämorrhoiden treten nur in rund 20 Prozent isoliert auf. Oftmals sind sie ein Symptom für andere Erkrankungen des Enddarmes, beispielsweise ein Mukosaprolapssyndrom, eine Rektozele, einen Analtumor oder eine Fissur. 

Da die Krankheitsbilder meist in Kombination auftreten, ist eine profunde Erfahrung notwendig, um den ursprünglichen Auslöser auch sicher zu finden und differenziert zu behandeln.

Symptome

Hämorrhoiden sind nicht immer von aussen sichtbar. Sie treten manchmal beim Pressen vor den Anus und verursachen schmerzhafte Schwellungen und Blutungen. Die Beschwerden sind vielfältig, unspezifisch und bei jedem Patienten unterschiedlich ausgeprägt.  Schwellungen, quälender Juckreiz, Brennen, Schmerzen, Druckgefühl nach Alkoholgenuss, übelriechende Sekretion, unkontrollierbares Stuhlschmieren, Verstopfung und Schwierigkeiten, den Stuhlgang zu lösen oder zu halten, können Hinweise auf Hämorrhoiden sein.  Fissuren, Tumore, Fisteln, Analschleimhautprolaps, Analvenenthrombosen, Allergien, Geschlechtskrankheiten, Verletzungen, Entzündungen und Aussackungen des Enddarmes   verursachen diese Symptome.  

Jede einzelne Erkrankung muss individuell erkannt und kombiniert behandelt werden.

Diagnostik

Weil alle möglichen Beschwerden als «Hämorrhoiden» interpretiert werden, und weil Hämorrhoiden selbst nur ein Hinweis auf weitere Erkrankungen des Afters sein können, ist eine differenzierte Abklärung notwendig.

  • Die sorgfältige Anamnese, die gezielte Austastung mit dem Finger und die schmerzlose Spiegelung des Enddarms sind mit Abstand die wichtigsten und aussagekräftigsten Instrumente der Diagnostik.
  • Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei, der Patient liegt auf der linken Seite und hält Hüfte und Knie angewinkelt. Es wird nur der Unterkörper entkleidet, die Schuhe können anbehalten werden.  Eine besondere Vorbereitung des Darmes ist nicht notwendig.
  • Besteht der Verdacht auf eine Fistel, einen verborgenen Abszess oder eine funktionelle Entleerungsbehinderung durch einen inneren Darmvorfall wird noch eine Endosonographie (Ultraschall) angeschlossen.
  • Bei Notwendigkeit wird eine Koloskopie (Spiegelung des gesamten Dickdarmes) organisiert.

Therapie

Die Chirurgie des Enddarmes wurde das letzte Jahrzehnt durch neue Methoden der Diagnostik, neue Erkenntnisse und neu entwickelte Instrumente vorangebracht. Die Hämorrhoiden- und Enddarmoperationen haben den Schrecken früherer Zeiten verloren. «Funktionelle Rekonstruktion statt Resektion und Destruktion» hat höchste Priorität.  Die klassischen Resektionsverfahren incl. Stapler-Operationen haben angesichts neuer schonender Behandlungsmethoden an Bedeutung verloren und werden nur noch bei besonderen Befunden oder in Kombination mit gewebeschonenden Techniken wie der HAL (Hohe Arterien Ligatur).  RAR (Rekto – Analer- Repair) oder der LHP (Laser- Hämorrhoido-Plastie eingesetzt.  Das Ziel dieser neuen Operationstechniken ist es, das empfindliche und für die Funktion entscheidende Anoderm der letzten fünf Zentimeter des Enddarms zu erhalten, die ursprüngliche Länge des Analkanals wiederherzustellen und Beeinträchtigungen des Schliessmuskels und der Sensibilität zu vermeiden.

FAQ – Fragen und Antworten

Eine Vorbereitung ist nicht notwendig, der Enddarm ist in der Regel leer. Er füllt sich erst kurz vor dem Stuhlgang.

Eine aufwendige Vorbereitung ist nicht notwendig. Bei der Vorbesprechung zur Operation bekommen Sie ein Merkblatt mit den wichtigsten Hinweisen und zwei Microlax Klysmen mit Anleitung zum Gebrauch.

Beim ausführlichen Aufklärungsgespräch bekommen Sie ein Merkblatt mit exakten Verhaltensregeln. Falls bei Ihrer Operation ein Schnitt notwendig war, spüren Sie ihn für etwa eine Woche. Zweimal täglich auf dem Rand der Badewanne sitzend ausduschen, mit einem nassen Papiertuch und lauwarmen Wasser vorsichtig reinigen und ebenso trocken tupfen. Toilettenpapier ist nicht geeignet da es sich sofort in der Hand auflöst.    Am besten ist es, wenn Sie einmal täglich geformten Stuhlgang haben. Dicke Monatsbinden aus dem Supermarkt halten die Umgebung sauber und trocken.

Routinemässig 3-4 Wochen nach der Operation.

Die Gefahr der dauerhaften Inkontinenz ist sehr gering.

In den ersten Wochen nach der Operation wird sich Ihr Anus etwas verändert und straffer anfühlen. Vergleichbar einem neuen Schuh.  Durch die postoperative Schwellung der Heilungsphase verkleinert sich das Volumen des Enddarmes. Wenn Sie spüren, dass Stuhlgang kommt, werden Sie schneller als gewohnt die Toilette aufsuchen. Nach einigen Wochen ist die Schwellung abgeklungen und Sie werden gut zurechtkommen.  Nicht selten sind präoperative Obstipationsprobleme dauerhaft verschwunden.

Da die Wunden (falls vorhanden) nicht zugenäht werden, reinigt der Körper die Wunde durch das Absondern von Flüssigkeit.  Etwas Blut gehört dazu und ist harmlos und sogar erwünscht.

Nehmen Sie die Schmerzmittel regelmässig, zunächst in hoher Dosierung. Dann schrittweise reduzieren. Nach einer Woche werden Sie keine mehr benötigen.

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