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AMEOS Gruppe
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Ethikrat

Kontakt und Informationen

039771 41 651 

Wenn es keine einfache Antwort gibt

Ein Fall für den Ethikrat?

Was macht ein Klinischer Ethikrat?

  • unterstützt Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Behandlungsteams dabei:
    • unterschiedliche Sichtweisen gemeinsam zu besprechen
    • schwierige Entscheidungen zu reflektieren
    • Orientierung in belastenden Situationen zu finden
  • Öffentliche Informationsveranstaltungen zur klinischen Ethik
  • Erarbeitung ethischer Leitlinien für häufig wiederkehrende ethische Problemfelder der Patientenversorgung in Kooperation mit den Kliniken
  • Beratung der Krankenhausleitung zu ethischen Fragen in der Organisation des Klinikums bei Bedarf
Der Ethikrat entscheidet nicht über die Behandlung

 

Der Ethikrat begleitet Gespräche und unterstützt dabei, gemeinsam eine tragfähige Entscheidung zu finden

 


Wann kann der Ethikrat einbezogen werden?

  • Ein Patient kann seinen Willen nicht mehr äußern. Die Angehörigen sind sich uneinig, wie es weitergehen soll.
  • Eine Behandlung ist medizinisch möglich. Im Team stellt sich die Frage, ob sie noch dem Patientenwillen entspricht.
  • Eine Patientenverfügung liegt vor. Es bestehen unterschiedliche Einschätzungen, wie sie auszulegen ist. Nach mehreren Gesprächen gibt es keine gemeinsame Lösung. Die Situation belastet alle Beteiligten.

Warum gibt es einen Klinischen Ethikrat?

Neben den Entscheidungen und Handlungen im Krankenhaus, die ganz klar durch Wissenschaft oder gesetzliche Vorgaben zu erklären und zu rechtfertigen sind, gibt es viele Aspekte, bei denen man unterschiedlicher Meinung sein kann. In der Medizin ist technisch viel möglich. Es ist allerdings manchmal umstritten, welche Maßnahme angemessen ist.

  • Soll meiner 80-jährigen Mutter wirklich eine Magensonde gelegt werden?
  • Als Ehemann kann ich nicht mehr mit ansehen, dass eine weitere Chemotherapie bei meiner Frau geplant wird, obwohl sie immer schwächer wird.
  • Bei meinem Mann soll die Behandlung eingestellt werden. Das kann ich nicht akzeptieren.
  • Muss ich als Pflegende jede Entscheidung des Arztes / der Ärztin widerspruchslos hinnehmen, obwohl ich den Patienten / die Patientin und seine Wünsche vielleicht besser kenne?
  • Als Arzt / Ärztin sehe ich, dass eine Genesung des Patienten / der Patientin eher unwahrscheinlich ist, aber die Angehörigen fordern immer neue Therapien.
Wenn Sie als Patient / Patientin , Angehöriger oder medizinisches bzw. pflegerisches Personal ethische Fragen oder Sorgen haben, dann bieten wir Ihnen Hilfestellungen und Beratung an.