Rekonstruktive Chirurgie bei fehlverheilten Knochen
Nach Knochenbrüchen kann es in einzelnen Fällen zu Fehlstellungen oder einer ausbleibenden Heilung kommen. Diese sogenannten Fehlheilungen können Schmerzen verursachen, die Funktion einschränken und langfristig zu Fehlbelastungen führen.
In unserer Klinik für Orthopädie, Unfall- und Rheumachirurgie in Halberstadt behandeln wir komplexe Fehlstellungen und nicht verheilte Knochenbrüche mit modernen operativen Verfahren. Ziel ist es, die natürliche Form, Stabilität und Funktion des betroffenen Knochens wiederherzustellen.
Wann ist eine operative Rekonstruktion notwendig?
Eine operative Korrektur kann erforderlich sein, wenn:
- Knochen in Fehlstellung verheilt sind
- eine Beinlängendifferenz besteht
- Schmerzen oder funktionelle Einschränkungen auftreten
- ein Knochenbruch nicht ausheilt (Pseudarthrose)
- Fehlbelastungen zu Folgeproblemen führen
Besonders an den Beinen können Fehlstellungen zu Beschwerden an Hüfte, Knie oder Wirbelsäule führen.
Häufige Befunde und Ursachen
Zu den häufigsten Ursachen für rekonstruktive Eingriffe gehören:
- Fehlverheilte Knochenbrüche
- Pseudarthrosen (nicht verheilte Frakturen)
- Rotationsfehlstellungen
- Beinlängendifferenzen
- Angeborene Fehlstellungen
- Fehlwachstum im Kindes- oder Jugendalter
- Komplexe Deformitäten nach Verletzungen
Diese Veränderungen können die Biomechanik des Körpers erheblich beeinträchtigen.
Operative Behandlung
Unsere Schwerpunkte
Die rekonstruktive Chirurgie umfasst eine Vielzahl spezialisierter Verfahren:
- Korrekturosteotomien zur Achs- und Stellungskorrektur
- Verlängerungsosteotomien bei verkürzten Knochen
- Verkürzungsosteotomien bei zu langen Knochen
- Kallusdistraktion zur schrittweisen Knochenverlängerung
- Entfernung von Pseudarthrosen und erneute Stabilisierung
- Korrektur von Rotationsfehlstellungen
- Rekonstruktion komplexer Deformitäten
Moderne Planung und individuelle Verfahren
Bei komplexen Fehlstellungen erfolgt die Planung häufig mit modernen bildgebenden Verfahren:
- dreidimensionale CT-Analyse (3D-CT)
- präoperative Simulation an 3D-Modellen
- Einsatz individuell angefertigter Implantate (3D-Druck)
Diese Verfahren ermöglichen eine besonders präzise Korrektur und verbessern die funktionellen Ergebnisse.
Besonderheiten unserer Klinik
Bei uns stehen ausreichend Zeit für Ihre Anliegen und sorgfältige Diagnosen im Mittelpunkt.
Ihre Vorteile bei uns:
- Spezialisierung auf komplexe rekonstruktive Eingriffe
- Erfahrung in der Behandlung seltener Fehlstellungen
- Einsatz moderner 3D-Planungsverfahren
- Individuelle Therapiekonzepte
FAQs Rekonstruktion
Häufige Fragen zur rekonstruktiven Chirurgie
Eine Pseudarthrose entsteht, wenn ein Knochenbruch nicht vollständig verheilt. Der betroffene Bereich bleibt instabil und verursacht häufig Schmerzen. In der Regel ist eine operative Behandlung notwendig, um die Heilung wieder anzuregen.
Dabei wird ein Knochen gezielt durchtrennt und in eine korrekte Stellung gebracht, um Fehlstellungen zu beheben und die Belastung zu verbessern.
Je nach Ausmaß kann der Knochen verlängert oder verkürzt werden. Bei größeren Differenzen kommt häufig die schrittweise Verlängerung (Kallusdistraktion) zum Einsatz.
Ein Verfahren, bei dem ein Knochen langsam auseinandergezogen wird, sodass sich neues Knochengewebe bildet. Dies wird zur Verlängerung oder zum Ausgleich von Defekten eingesetzt.
Wenn Fehlstellungen Schmerzen verursachen, die Funktion einschränken oder langfristig zu Folgeschäden führen.
Mit Hilfe moderner 3D-Bildgebung und Simulationen kann die Operation präzise geplant werden. In einigen Fällen kommen individuell angefertigte Implantate zum Einsatz.
Die Heilungsdauer hängt vom Eingriff ab. Besonders bei Knochenverlängerungen kann der Prozess mehrere Monate dauern.