Minimalinvasive Knochenbruchbehandlung (Osteosynthese)
Die Behandlung von Knochenbrüchen hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Moderne minimalinvasive Verfahren ermöglichen eine stabile Versorgung von Frakturen bei gleichzeitig geringerer Belastung für das umliegende Gewebe.
In unserer Klinik für Orthopädie, Unfall- und Rheumachirurgie in Halberstadt setzen wir moderne Osteosyntheseverfahren ein, um Knochenbrüche schonend zu stabilisieren und eine schnelle Mobilisation zu ermöglichen.
Was ist eine minimalinvasive Knochenbruchbehandlung?
Bei der minimalinvasiven Osteosynthese werden Implantate wie Platten, Nägel oder Drähte über kleine Hautschnitte eingebracht und im Knochen fixiert.
Im Vergleich zur klassischen offenen Operation wird das umliegende Gewebe weniger geschädigt, wodurch:
- die Durchblutung des Knochens besser erhalten bleibt
- das Risiko für Komplikationen reduziert wird
- die Heilung unterstützt wird
Wann kommen minimalinvasive Verfahren zum Einsatz?
Minimalinvasive Techniken werden bei vielen Knochenbrüchen eingesetzt, insbesondere:
- an langen Röhrenknochen (z. B. Oberschenkel, Schienbein)
- bei Frakturen im Bereich von Schulter, Arm oder Schlüsselbein
- bei Sprunggelenksfrakturen
- bei kindlichen Frakturen
Die Auswahl des Verfahrens erfolgt individuell abhängig von Frakturtyp und Patientensituation.
Verfahren der minimalinvasiven Osteosynthese
Wir führen folgende Verfahren am gesamten Bewegungsapparat durch:
- Einsatz bei Frakturen des Oberschenkelknochens (Femur)
- Schienbein (Tibia)
- Wadenbein (Fibula)
Der Nagel wird in den Markraum des Knochens eingebracht und stabilisiert ihn von innen.
- Anwendung am Schlüsselbein und Oberarmschaft
- sowie an Ober- und Unterschenkel, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen
Die Platte wird über kleine Zugänge entlang des Knochens eingebracht und fixiert.
- Einsatz bei kleinen Knochen, z. B. Mittelhand- und Mittelfußknochen
- häufig auch bei Kindern
Elastische Nägel oder Drähte stabilisieren den Knochen von innen.
- Einsatz vor allem in Notfallsituationen
- Stabilisierung von Frakturen über ein äußeres Rahmensystem
Häufig wird später auf eine interne Osteosynthese gewechselt.
- Stabilisierung von Wirbelfrakturen
- Kyphoplastie bei osteoporotischen Frakturen
Vorteile der minimalinvasiven Frakturbehandlung
- Schonung von Weichteilen und Blutversorgung
- geringeres Infektionsrisiko
- schnellere Mobilisation
- geringere postoperative Schmerzen
- bessere Heilungsbedingungen
Besonderheiten unserer Klinik
- Einsatz moderner minimalinvasiver Techniken
- Erfahrung in der Versorgung komplexer Frakturen
- individuelle Auswahl des optimalen Verfahrens
- interdisziplinäre Zusammenarbeit
FAQs minimalinvasive Frakturbehandlung
Häufige Fragen zur Osteosynthese
Die operative Stabilisierung eines Knochenbruchs mit Implantaten wie Platten, Nägeln oder Drähten.
Die Operation erfolgt über kleine Hautschnitte, wodurch das umliegende Gewebe geschont wird.
Sie reduziert Komplikationen, schont die Durchblutung und ermöglicht eine schnellere Heilung.
Vor allem bei schweren Verletzungen oder in Notfallsituationen zur schnellen Stabilisierung.
Ein minimalinvasives Verfahren zur Stabilisierung von Wirbelkörperfrakturen, insbesondere bei Osteoporose.
Nicht alle. Die Wahl des Verfahrens hängt von Art und Lage des Bruchs ab.
Die Heilungsdauer variiert je nach Fraktur und Patient, liegt aber häufig bei mehreren Wochen bis Monaten.