Klinik mit Diabetes im Blick
Zertifizierte Diabetesversorgung
Ein Angebot für alle stationären Patientinnen und Patienten, unabhängig der Indikation
Das AMEOS Hanse Klinikum Anklam ist seit 2020 von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) als „Klinik mit Diabetes im Blick“ zertifiziert – als erstes Krankenhaus der Akut- und Regelversorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Diabetologische Aspekte werden hier in allen Behandlungsbereichen des Hauses berücksichtigt – sei es die routinemäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte bei jeder Neuaufnahme, die Betreuung von Schwangeren mit Gestationsdiabetes, besondere Wundversorgung nach Operationen oder Empfehlungen zur medikamentösen Blutzuckereinstellung.
Diabetes mellitus
Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die als Leitbefund die chronische Überzuckerung (Hyperglykämie) aufweist. Die Ursache dieser Störungen ist entweder eine gestörte oder fehlende Ausschüttung von Insulin oder eine gestörte Insulinwirkung. Aktuell leben in Deutschland ca. 8 Mio. Menschen mit Diabetes mellitus. Die Gruppe der Menschen mit fehlender Insulinausschüttung, Menschen mit Typ I Diabetes, beträgt davon nur ca. 10 Prozent.
Behandlung des Diabetes mellitus in allen Altersklassen
vom Kleinkind bis ins hohe Alter
- Diabetes mell. Typ 1
- Diabetes mell. Typ 2
- Diabetes mell. Typ 3
- Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)
Diagnostik / Funktionsuntersuchungen
- Sonographie, einschließlich Doppler-Duplex-Sonographie und Echokardiographie
- Konsultationen
- individuelle Therapien für jede Diabetesform
Therapeutische Möglichkeiten
- Perioperative-Periinterventionelle Diabetestherapie
- Diabetestherapie auf der Intensivstation
- Insulintherapie (ICT, CT, BOT)
- Kontinuierliche Glukosemessung (CGM)
- Therapieanpassung bei hochkalorischer oraler Zusatzernährung, Ernährung via Magensonde, parenteraler Ernährung
- Behandlung / Neueinstellung bei Gestationsdiabetes
- Einzelschulung nach individuell ermitteltem Bedarf nach den Vorgaben der DDG
- Optimierte orale antidiabetische Therapie nach kardiovask. Risikoprofil inklusive Inkretintherapie
- interdisziplinäre Behandlung des diabetischen Fußes und ggf. Weitervermittlung an zertifizierte Fußzentren
Ansprechpartner
Urte Pieper
Oberärztin der Klinik für Innere Medizin, Diabetologin DDGAdipositasberatung
Ein ergänzendes Beratungsangebot für stationäre Patientinnen und Patienten
Adipositas
Adipositas ist eine chronische Erkrankung mit komplexen Ursachen und zählt zu den wesentlichen Risikofaktoren für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes sowie weiterer Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen.
spezialisierte Adipositasberatung
Die Kombination aus zertifizierter Diabetesversorgung und spezialisierter Adipositasberatung ermöglicht eine noch engere Verzahnung von Diagnostik, Therapie und individueller Begleitung.
Inhalte
- ernährungsmedizinische Aspekte
- alltagstaugliche Bewegungsstrategien
- Informationen zur langfristigen Stabilisierung des Stoffwechsels
- Hilfestellung zur Vermeidung von Folgeerkrankungen
- Therapieanpassung bei hochkalorischer oraler Zusatzernährung, Ernährung via Magensonde, parenteraler Ernährung, Bauchfelldialyse
- Behandlung / Neueinstellung bei Gestationsdiabetes und Betreuung perinatal
- Modulare strukturierte Gruppen- und Einzelschulung nach den Vorgaben der DDG: Typ-II ohne Insulin, Typ-II mit Insulin, Typ-I ICT
- Optimierte orale antidiabetische Therapie nach kardiovask. Risikoprofil inklusive Inkretintherapie
- Behandlung des diabetischen Fußes (insbesondere des neurogenen Ulkus)
- Medikamentöse Therapie bzw. Überweisung zur Radiojodtherapie oder OperationAdipositas ist eine chronische Erkrankung mit komplexen Ursachen und zählt zu den wesentlichen Risikofaktoren für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes sowie weiterer Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen.
Vorteile
- Vermittlung in vorhandene regionale Netzwerke
- wohnortnahe Beratung
Auch Patientinnen und Patienten ohne manifeste Adipositas oder Diabetes profitieren von der Expertise des Hauses, etwa im Hinblick auf Wundheilung, postoperative Verläufe oder kardiovaskuläre Stabilität.