Krankenhausleitung und Pflegedirektion in weiblicher Hand: Krankenhausdirektorin Carina Krammer, ihre Stellvertreterin Jasmin Denz, Pflegedirektorin Vivian Leitmann-Ehrler und deren Stellvertreterin Franziska Niewerth verantworten am AMEOS Klinikum Halberstadt zentrale Führungspositionen. Alle vier sind in verhältnismäßig kurzer Zeit in Positionen gelangt, für die andere ein ganzes Berufsleben brauchen. Was sie verbindet: Klarheit, Konsequenz und ein Verständnis von Führung, das wirtschaftliches Denken und menschliche Nähe nicht als Gegensätze begreift.

Strategie ist Chefsache: für beide

Es gibt eine Konstellation im Führungsgefüge, die ins Auge fällt: Carina Krammer und Jasmin Denz entwickeln die Strategie des Hauses gemeinsam. Kein klassisches Gefälle, in dem eine denkt und die andere umsetzt, sondern ein echtes strategisches Tandem. Für beide ist das keine Frage des Stils, sondern der Überzeugung.

Carina Krammer ist nicht die Art von Direktorin, die ihre Entscheidungen hinter verschlossenen Türen trifft. Sie ist bewusst präsent im Haus, sucht das Gespräch mit den Teams, kennt die Realität auf den Stationen. „Die Ressourcen der AMEOS Gruppe nutzen und gleichzeitig vor Ort eigenständig gestalten", sagt Krammer, „genau in dieser Kombination liegt unsere Stärke."

Jasmin Denz, seit März 2026 stellvertretende Krankenhausdirektorin, bringt in dieses Tandem das operative Gegengewicht. „Veränderungen müssen im Alltag ankommen und spürbar entlasten", sagt Denz. „Nur dann werden sie wirklich gelebt." Sie sorgt dafür, dass Strategien nicht Papier bleiben, entwickelt Maßnahmen gemeinsam mit den Teams und setzt auf klare Verantwortlichkeiten mit erreichbaren Etappen.

Wirtschaftlich denken, menschlich führen

Was das Halberstadter Führungsquartett auszeichnet, ist die Überzeugung, dass wirtschaftliche Stabilität und eine menschliche Arbeitskultur keine konkurrierenden Ziele sind. Im Gegenteil: Wer ein Klinikum langfristig gut führen will, muss beides können. Und beides vorleben.

Carina Krammer bringt es klar auf den Punkt: Ein Klinikum, das sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren will, tut das nicht mit Einzelmaßnahmen. Es braucht ein stimmiges Gesamtpaket aus transparenter Kommunikation, echten Entwicklungsmöglichkeiten, fairer Vergütung und einer Führungskultur, die hält, was sie verspricht. Nur ein wirtschaftlich stabiles Haus kann das dauerhaft leisten.

„Attraktivität entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch ein Gesamtgefühl. Daran arbeiten wir gemeinsam, und das ist kein Programm, das ist unser Arbeitsprinzip.“ Carina Krammer

Jasmin Denz ergänzt die wirtschaftliche Perspektive: „Eine wertschätzende Kultur ist kein weicher Faktor", betont sie. „Sie ist die Grundlage für nachhaltigen Erfolg." Mitarbeitende, die sich gehört und ernst genommen fühlen, sind engagierter, bleiben länger und tragen unmittelbar zur Versorgungsqualität bei.

Pflege als Profession: mehr als ein gutes Gefühl

Vivian Leitmann-Ehrler hat als Pflegedirektorin ein klares Ziel vor Augen: Die Pflege soll nicht länger als Zuarbeit verstanden werden, sondern als eigenständige Profession mit eigener Stimme. „Wir wollen eine Kultur, in der Pflegekräfte sagen können: Hier leiste ich gute Pflege und bleibe dabei selbst gesund", erklärt Leitmann-Ehrler. Das bedeutet in der Praxis klare Kompetenzverteilung, weniger pflegefremde Tätigkeiten und gezielte Spezialisierungen.

Dass das kein bloßes Versprechen ist, zeigt Franziska Niewerth mit ihrer eigenen Biographie. Sie begann 2003 ihre Ausbildung in diesem Haus, arbeitete sich über Stationsarbeit, Funktionsdiagnostik und das Herzkatheterlabor zur Bereichsleitung vor, qualifizierte sich als spezialisierte Herzinsuffizienz-Assistenz und übernahm 2025 die stellvertretende Pflegedirektion. Heute studiert sie berufsbegleitend Pflege im Bachelor.

„Das Schöne ist, dass jeder Schritt hier gezählt hat", sagt Niewerth. „Man bekommt Verantwortung, wenn man bereit dafür ist." Ihr Werdegang ist der beste Beleg für das, was das Team unter echten Entwicklungsperspektiven versteht.

Transparent, authentisch, fair

Was alle vier Frauen verbindet, lässt sich auf drei Begriffe bringen, die im klinischen Alltag selten so konkret werden wie hier: Transparenz in der Kommunikation, Authentizität in der Führung, Fairness als Arbeitgeber. Das klingt zunächst nach Hochglanzprospekt, wird aber am AMEOS Klinikum Halberstadt mit Inhalt gefüllt.

Und auch der einzige Mann in der Krankenhausleitung, Dr. Per Friedrichsen, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Uroonkologie, teilt die Ansichten seiner weiblichen Kolleginnen: Führung gelingt nur, wenn sie auf Vertrauen basiert, offen kommuniziert wird und die Menschen im Mittelpunkt stehen. Nur so entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem sich Teams langfristig entwickeln und Mitarbeitende gerne Verantwortung übernehmen.

Monatliche Austauschformate mit allen Führungskräften, regelmäßige Gespräche auf den Stationen, klar kommunizierte Grundsätze zur Dienstplanung, strukturierte Karrierepfade und flexible Arbeitszeitmodelle: Das sind keine Ankündigungen, sondern Maßnahmen, die bereits umgesetzt werden oder konkret geplant sind. Der Anspruch des Teams ist einfach: Mitarbeitende sollen nicht rätseln, was die Leitung denkt. Sie sollen es wissen.

Die Krankenhausdirektorin bringt es direkt auf den Punkt: Das Klinikum soll für Klarheit und Qualität stehen, fachlich wie menschlich. Was nach außen kommuniziert wird, soll sich in der gelebten Realität des Hauses spiegeln.

Haltung, die bleibt

Vier Frauen, die in vergleichsweise kurzer Zeit Führungsverantwortung übernommen haben, sind für sich genommen bereits etwas Besonderes. Was das Team am AMEOS Klinikum Halberstadt jedoch vor allem auszeichnet, ist die Art, wie Führung dort verstanden und gelebt wird: mit wirtschaftlicher Klarheit, persönlicher Stärke und einem Anspruch, der im Arbeitsalltag spürbar wird. Es geht nicht um ein theoretisches Führungsbild, sondern um eine Haltung, die Orientierung gibt und im täglichen Miteinander sichtbar wird.

„Ich möchte, dass man über unser Klinikum sagt: Hier wird nicht nur gut gearbeitet, sondern hier wird auch gut geführt. Und genau das soll man im Alltag erleben“, sagt Carina Krammer. Für sie und ihr Team ist das kein fernes Ziel, sondern ein täglicher Anspruch, der das gemeinsame Arbeiten prägt.