Neuer Behandlungsschwerpunkt stärkt die Versorgung von Menschen mit Traumafolgestörungen und Persönlichkeitsstörungen in der Region

Bad Salzuflen, 16. April 2026. Das AMEOS Klinikum Bad Salzuflen erweitert sein Versorgungsangebot um ein neues Psychotherapeutisches Zentrum. Im Mittelpunkt steht die spezialisierte Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Traumafolgestörungen und Persönlichkeitsstörungen. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung stellte das Team das neue Angebot vor und lud fachliche Partnerinnen und Partner aus der Region zum Austausch ein.

„Mit dem Psychotherapeutischen Zentrum stärken wir ein wichtiges Versorgungsangebot für Menschen, die häufig mit komplexen und langanhaltenden Belastungen leben. Gerade Traumafolgestörungen und Persönlichkeitsstörungen brauchen spezialisierte Behandlung, verlässliche Strukturen und eine enge Zusammenarbeit im regionalen Hilfesystem“, betonte Sabrina Zientek, Regionalgeschäftsführerin AMEOS West, in ihrem Grußwort. Sie dankte dem Team des AMEOS Klinikums Bad Salzuflen für die intensive Vorbereitung und die Weiterentwicklung des psychotherapeutischen Angebots.

Das neue Zentrum richtet sich insbesondere an Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen, die im Zusammenhang mit traumatischen Erfahrungen, Beziehungsabbrüchen, Vernachlässigung, Gewalt oder anderen schwerwiegenden Belastungen stehen können. Ziel ist es, Betroffene individuell, strukturiert und mit einem ganzheitlichen Blick auf ihre Lebenssituation zu behandeln. Neben der therapeutischen Arbeit stehen dabei auch Stabilisierung, Emotionsregulation, Beziehungsgestaltung und soziale Teilhabe im Fokus.

Auch Dr. Anita Helbing-Übelacker vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises Lippe sowie Dr. Astrid Mitschke vom Traumanetzwerk Niedersachsen richteten Grußworte an die Teilnehmenden. Beide betonten die Bedeutung einer gut vernetzten Versorgung für Menschen mit komplexen psychischen Belastungen. Neben tragfähigen Unterstützungsstrukturen und einer engen Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren sei insbesondere bei Traumafolgestörungen ein gemeinsames fachliches Verständnis wichtig, um Betroffene frühzeitig und passgenau unterstützen zu können.

Im fachlichen Teil der Veranstaltung standen zentrale Themen der psychotherapeutischen Versorgung im Mittelpunkt. Dr. Isabel Englert, Chefärztin des AMEOS Klinikums Bad Salzuflen, sprach über Traumafolgestörungen als Grundlage chronischer Schmerzstörungen und die daraus folgenden Konsequenzen für die Behandlung. Eva Nießen, Leitende Psychotherapeutin, beleuchtete die Entstehung von Persönlichkeitsstörungen mit besonderem Blick auf frühe Traumatisierungen. Ergänzend gab Nadine Meyer vom LWL, Fallmanagement Stadt Bielefeld, einen Einblick in relevante Aspekte des SGB XIV.

Neben den Fachvorträgen bot die Veranstaltung Gelegenheit, die neuen Ambulanzräume zu besichtigen und mit Fachleuten aus Medizin, Psychotherapie, Sozialpsychiatrie und regionalen Hilfesystemen ins Gespräch zu kommen. Ziel des AMEOS Klinikums Bad Salzuflen ist es, die Zusammenarbeit mit ambulanten, kommunalen und klinischen Partnern weiter zu stärken und Patientinnen und Patienten mit komplexem Behandlungsbedarf frühzeitig und passgenau zu unterstützen.

„Das Psychotherapeutische Zentrum ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung unseres Hauses und für die Versorgung in der Region“, so Dr. Isabel Englert. „Wir möchten Menschen mit Traumafolgestörungen und Persönlichkeitsstörungen einen geschützten therapeutischen Rahmen bieten, in dem sie Stabilisierung, Orientierung und Behandlung erfahren können.“