Die Umbauarbeiten der Zentralen Notaufnahme am AMEOS Klinikum Haldensleben werden im Juni 2026 abgeschlossen. Mit dem Ausbau der Räumlichkeiten und personeller Aufstockung stärkt das Klinikum seine notfallmedizinische Versorgung. Andreas Schmidt, zuvor Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme, übernimmt in diesem Zuge die Position des Chefarztes.

Strukturelle Weiterentwicklung der Zentralen Notaufnahme

Nach Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ist das AMEOS Klinikum Haldensleben ein sogenannter Stufe-2-Versorger. Damit übernimmt das Klinikum eine wichtige Rolle in der regionalen Notfallversorgung und kann auch Patientinnen und Patienten mit komplexeren Krankheitsbildern umfassend behandeln, ohne dass eine Verlegung in ein anderes Krankenhaus notwendig wird. Die zentrale Bedeutung der Einrichtung zeigt sich auch an den Patientenzahlen: Wurden im Jahr 2013 noch rund 11.000 Patientinnen und Patienten versorgt, sind es heute bereits knapp 17.000 pro Jahr.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wird das Team der Zentralen Notaufnahme gezielt erweitert. Künftig werden neben zwei Oberärzten auch zwei Weiterbildungsassistenten Teil des Teams sein. Mit der personellen Aufstockung wurden zudem neue Leitungsstrukturen geschaffen. „Die Position als Chefarzt ergibt sich daraus, dass wir inzwischen ein eigenständiges Team in einer eigenständigen Klinik führen“, erklärt Andreas Schmidt. Schmidt verfügt zudem über die Weiterbildungsbefugnis im Bereich der Klinischen Akut- und Notfallmedizin und wird künftig auch die Ausbildung weiterer Notfallmedizinerinnen und Notfallmediziner am Standort begleiten.

Der gebürtige Magdeburger begann seine berufliche Laufbahn im Rettungsdienst und war bereits vor sowie parallel zu seinem Medizinstudium mehrere Jahre im Rettungsdienst tätig. Neben seiner Ausbildung in der Inneren Medizin sammelte er umfassende Erfahrungen als Notarzt im Börde- und Harzkreis sowie in der interventionellen Kardiologie und im Herzkatheterlabor.

Mehr Platz und verbesserte Abläufe

Parallel zur organisatorischen Neuausrichtung wurde die Notaufnahme umfassend modernisiert. Der erste Bauabschnitt konzentrierte sich vor allem auf die Verbesserung der Patientenbereiche.

Ziel war es, angenehmere Wartebereiche, kürzere Wege und effizientere Abläufe zu schaffen. Patientinnen und Patienten profitieren künftig von mehr Platz und einer deutlich verbesserten Aufenthaltsqualität. „Wir wollten die Versorgung nicht nur medizinisch verbessern, sondern den Aufenthalt für die Patientinnen und Patienten insgesamt angenehmer gestalten“, erklärt Schmidt.

Zweiter Schockraum für parallele Notfälle

Im zweiten Bauabschnitt wurde das bisherige Labor verlegt und vollständig neu eingerichtet. „Die bisherigen Laborräumlichkeiten waren sehr groß, wenig effizient und im Sommer schlecht belüftet“, berichtet Schmidt. „Jetzt haben wir moderne Räume mit besserer Belüftung und deutlich besseren Arbeitsbedingungen.“

Die frei gewordene Fläche wurde genutzt, um einen zweiten Schockraum einzurichten, der vor allem für traumatologische Notfälle vorgesehen ist. „Wir sind jetzt in der Lage, parallel sowohl einen schwer internistisch erkrankten als auch einen schwer verletzten Patienten zu versorgen“, sagt Schmidt.

Mit den abgeschlossenen Baumaßnahmen und den personellen Veränderungen schafft das AMEOS Klinikum Haldensleben die Voraussetzungen für eine noch leistungsfähigere und zukunftssichere Notfallversorgung in der Börde.