Warum die Gesundheitsvorsorge in der Kardiologie am AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg zukünftig noch stärker im Mittelpunkt steht und wie Chefarzt Dr. Peter M. Reil Herzerkrankungen vorbeugt. Brustschmerzen, Luftnot bei Belastung, Druck und ein Engegefühl: Für viele Menschen ist die erste Begegnung mit einer Herzerkrankung ein Schock.
Dr. Peter M. Reil, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie am AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg, will genau das mit einem neuen Präventionsangebot verhindern. Seine Überzeugung: Die beste Behandlung ist die, die gar nicht erst notwendig wird.
Warum Vorbeugen genauso wichtig ist wie Behandeln
Seinen Weg in die Medizin fand Dr. Reil während des Zivildienstes auf einer Intensivstation. Dort erlebte er, wie einfühlsam Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte mit Erkrankten und deren Angehörigen umgingen, und wie eng die Zusammenarbeit im Team war. Diese Erfahrung prägte seine Haltung bis heute.
Nach dem Studium entschied er sich zunächst für die Innere Medizin, weil ihn die Vielfalt des Fachs und die Zusammenhänge zwischen den Organsystemen faszinierten. Über diesen Umweg fand er schließlich zur Kardiologie, einem Fachgebiet, in dem Vorsorge aus seiner Sicht genauso wichtig ist wie die Behandlung selbst. „Wir können heute sehr viele Erkrankungen in der Hochleistungsmedizin behandeln. Noch besser ist es aber, Erkrankungen zu verhindern, bevor sie entstehen“, sagt der Chefarzt.
Die Kardiologie im Zentrum der Prävention
Wer Dr. Reil nach seinem wichtigsten Gesundheitstipp fragt, bekommt keine komplizierte Antwort: regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. „Es muss kein Hochleistungssport sein, eine moderate, aber regelmäßige körperliche Aktivität ist wichtig“, betont Dr. Reil. Auch bei einer ausgewogenen Ernährung erwartet er keine Perfektion, Ausnahmen gehören für ihn dazu. Entscheidend sei, dass gesunde Gewohnheiten den Alltag prägen.
Auch bei vermeintlichen Gesundheitstrends bleibt er realistisch: „Es gibt keine Wundermittel. Langfristige Herzgesundheit entsteht durch Prävention“, so der Facharzt.
Genauso wichtig ist es aus seiner Sicht, Warnsignale des Körpers ernst zu nehmen. Schmerzen im Brustkorb, Atemnot oder geschwollene Beine können auf eine Erkrankung des Herzens hinweisen und sollten immer ärztlich abgeklärt werden, auch wenn sie zunächst harmlos erscheinen.
Ein Irrtum begegnet dem Kardiologen dabei immer wieder: Medikamente eigenmächtig abzusetzen, sobald sich die Beschwerden bessern. Blutdruckmittel oder Präparate gegen Herzschwäche wirken gerade deshalb gut, weil sie dauerhaft eingenommen werden, warnt er, und sollten niemals ohne Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt abgesetzt werden.
Zeit als wichtiger Teil der Behandlung
Der Alltag ist deutlich schneller geworden. Auch Untersuchungen und Therapien laufen hocheffizient ab. Für Dr. Reil bleibt trotzdem ein Grundsatz bestehen: Patientinnen und Patienten brauchen Orientierung. Sie möchten verstehen, was mit ihnen passiert und welche Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten sie haben. Deshalb nimmt er sich bewusst Zeit für Gespräche, auch an vollen Tagen.
Am Ende der Behandlung soll jeder Mensch, der zu ihm kommt, das Gefühl haben, ernst genommen worden zu sein um mit einem klaren Präventions- oder Behandlungskonzept nach dem Gesundheits-Check-up nach Hause zu gehen. Dabei zählt für ihn nicht nur die fachliche Leitlinie, sondern auch Alter, Lebenssituation und persönliche Wünsche der Betroffenen. Entscheidungen trifft er deshalb möglichst gemeinsam mit den Menschen, die er behandelt, nicht über ihre Köpfe hinweg.
Was Patientinnen und Patienten in Neuburg erwartet
Seit Juli 2024 leitet Dr. Peter M. Reil die Klinik für Innere Medizin – Kardiologie am AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg. Das Leistungsspektrum reicht von der umfassenden Diagnostik bis zu interventionellen Eingriffen im Herzkatheterlabor. Ab September 2026 erweitert das AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg sein medizinisches Leistungsspektrum um ein Zentrum für Prävention. Die Kardiologie ist dabei ein zentraler Bestandteil des neuen Zentrums für Prävention. Langfristig wird das Zentrum für Prävention um Leistungen der Gastroenterologie sowie der Gynäkologie ergänzt. Patientinnen und Patienten profitieren somit von einem umfassenden Präventionsangebot. Für Dr. Reil ist es ein Privileg, gemeinsam mit seinem Team die Behandlung und Vorsorge nachhaltig zu entwickeln.
Blickt er in einigen Jahren auf seine Arbeit zurück, verbindet er damit einen klaren Wunsch: „Ich möchte sagen können, dass wir vielen Menschen bei schwierigen Erkrankungen und auch bevor sie entstehen, helfen konnten und dass wir ihre Lebensqualität spürbar verbessert haben.“ Genau darin liegt für Dr. Peter M. Reil, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie am AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg, der eigentliche Sinn von Vorsorge: Menschen erst gar nicht in die Situation kommen zu lassen, in der sie ernsthaft am Herz erkranken und behandelt werden müssen.
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