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Das neue Zentrum für Geriatrie: Zeit für einen Rück- und Ausblick

Vor sechs Monaten wurde am AMEOS Spital Einsiedeln das Zentrum für Geriatrie eröffnet. Obwohl natürlich auch schon vorher ältere Menschen medizinisch und chirurgisch versorgt wurden, hat die neue Abteilung mit professioneller Altersmedizin neue Möglichkeiten eröffnet. Ist der Start gelungen? Wir haben nachgefragt.

Durch die Eröffnung des Zentrums für Geriatrie am AMEOS Spital Einsiedeln - mit den medizinischen Fachkräften Dr. med. Calin Gurguta, Dr. Alex Barba und Dr. Monika Schwartländer - konnte eine Lücke geschlossen werden. Das interdisziplinäre Geriatrieteam bietet also seit einem halben Jahr die Betreuung und Behandlung älterer Patientinnen und Patienten nach neusten Erkenntnissen und aus einer Hand. Denn alterstypische Mehrfacherkrankungen verlangen nach einem ganzheitlichen medizinischen Behandlungsansatz über die verschiedenen Disziplinen hinaus: Die Geriatrie lebt von der Erfahrung der verschiedenen medizinischen Fachkräfte, da oft chronische Alterskrankheiten und viele weitere Beschwerden gleichzeitig auftreten.

Dr. med. Calin Gurguta, 47-jährig und Chefarzt des Zentrums für Geriatrie am AMEOS Spital Einsiedeln, schildert, wie er die ersten sechs Monate bewertet: «Das neue Zentrum wurde von den Patientinnen und Patienten gut aufgenommen, weil wahrgenommen wird, dass sie sich hier in guten Händen befinden und für ihre Beschwerden die entsprechenden Fachkräfte zur Verfügung stehen.» Gerade die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Spital ist einer der grossen Trümpfe des neuen Zentrums für Altersmedizin - egal ob Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Osteoporose, Atemwegserkrankungen oder andere Beschwerden, am AMEOS Spital Einsiedeln gibt es die entsprechenden Expertinnen und Experten.

Aber auch die gute Vernetzung mit anderen Einrichtungen, die sich um ältere Menschen kümmern, ist dem neuen Zentrum für Altersmedizin ein grosses Anliegen: Der fachliche Austausch und die Zusammenarbeit mit den umliegenden Alters- und Pflegeheimen Gerbe und Langrüti wurde im Sinne der Patientinnen und Patienten ausgebaut und verbessert. Auch erfolgten bereits spezielle, poststationäre Behandlungen direkt im Pflegeheim durch Oberarzt Dr. Alex Barba in Abstimmung mit den Hausärztinnen und -ärzten und es wurden wertvolle persönliche Gespräche mit den jeweiligen Pflegedienstleiterinnen und -leitern geführt. Für die Zukunft sind zudem gemeinsame Weiterbildungsveranstaltungen zu verschiedenen Themen rund um die Geriatrie angedacht.

Sowieso steht der Netzwerkgedanke im Mittelpunkt: Mit Medicoplus und der Ergotherapie Einsiedeln sind bereits starke Partner Teil des Netzwerks, die in Zukunft gemeinsam mit Spitex und den Pflegeheimen ein sich nach und nach entwickelndes professionelles Netzwerk bilden werden. Dazu gehören genauso die orthopädischen Belegärzte am AMEOS Spital Einsiedeln, mit denen erste sogenannte alterstraumatologische Patientinnen und Patienten - «Unfallchirurgische Behandlungen im Alter» - gemeinsam behandelt wurden.

Auch Michael Mehner, Direktor des AMEOS Spitals Einsiedeln, freut sich über die ersten sechs Monate des Zentrums für Geriatrie: «Wir möchten hier in der Region Einsiedeln eine gute Grund- und Notfallversorgung bieten, und dazu gehört auch die Betreuung unserer älteren Patientinnen und Patienten. Die Rückmeldungen, die wir erhalten, ermutigen uns, dieses Zentrum für Altersmedizin engagiert weiterzuentwickeln.» Die Zahlen geben diesem Engagement recht: Das neue Zentrum verzeichnet eine gute Auslastung.

Calin Garguta, der in Wien ausgewachsen ist, und Alexander Barba, der aus Deutschland nach Einsiedeln gekommen ist, schmunzeln bei der Nachfrage: «Nachdem unsere Patientinnen und Patienten nun geriatrisch in guten Händen sind, geben wir uns Mühe, dass sie sich auch sprachlich fast wie zu Hause fühlen: Wir lernen immer mehr Schweizerdeutsch!»