Die Allgemein- und Viszeralchirurgie am AMEOS Klinikum Haldensleben hat sich in den vergangenen Jahren weiter zu einem leistungsstarken und modernen Versorgungszentrum entwickelt. Maßgeblich geprägt wird diese Entwicklung von Chefarzt Dr. med. Andreas Brügge, der seit April 2024 die Klinik leitet und zusätzlich seit Januar 2026 als stellvertretender ärztlicher Direktor Verantwortung trägt.
Mit einem beeindruckenden beruflichen Werdegang bringt Dr. Brügge umfassende Erfahrung aus renommierten Einrichtungen mit. Nach Stationen in Lübeck, Oldenburg, Pinneberg und insbesondere am Klinikum St. Georg in Hamburg – einem Maximalversorger, an dem er zuletzt als geschäftsführender Oberarzt tätig war – entschied er sich bewusst für den Wechsel in die Börde. „Ich habe mich hier sehr gut eingelebt und fühle mich in der Region sehr wohl“, sagt Brügge. „Die Menschen sind offen und schätzen ihr Krankenhaus. Das spürt man jeden Tag.“
Modernisierung mit klarer Strategie
Seit seinem Amtsantritt hat Dr. Brügge die chirurgische Abteilung konsequent weiterentwickelt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Etablierung und dem Ausbau minimalinvasiver Verfahren. „Wir haben die Schlüssellochtechnik hier sehr stark ausgebaut“, erklärt er. „Unser Ziel ist es, große Operationen minimalinvasiv und damit besonders schonend für die Patientinnen und Patienten durchzuführen.“
Heute gehört die laparoskopische Chirurgie fest zum Standard in Haldensleben. Ein Fortschritt, der die Behandlungsqualität deutlich erhöht hat. Gleichzeitig deckt die Klinik das gesamte Spektrum der Allgemein- und Viszeralchirurgie ab: von häufigen Erkrankungen wie Blinddarmentzündungen, Gallensteinleiden oder Hernien bis hin zu komplexen Eingriffen bei Tumorerkrankungen. Auch werden kleine Eingriffe an der Lunge sowohl minimalinvasiv als auch offen chirurgisch vorgenommen. Das erweitert das Spektrum noch einmal deutlich.
Hochspezialisiert dank interdisziplinärer Zusammenarbeit innerhalb des Klinikums
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der kolorektalen Chirurgie, insbesondere der Behandlung von Darmkrebserkrankungen. Doch auch darüber hinaus zeigt sich die Leistungsfähigkeit der Abteilung: Interdisziplinäre Eingriffe mit der Urologie ermöglichen selbst komplexe Operationen, die sonst häufig nur in großen Zentren durchgeführt werden.
„Wir haben hier viele Möglichkeiten, die wir nutzen und weiter ausbauen können“, betont Brügge. „Unser Anspruch ist es, eine stabile und moderne Versorgung für die Region sicherzustellen.“
Ein Beispiel dafür ist die erfolgreiche Behandlung eines jungen Patienten mit fortgeschrittener Tumorerkrankung, bei dem gemeinsam mit anderen Fachbereichen und externen Partnern ein individuelles Therapiekonzept umgesetzt wurde. „Der Patient ist heute tumorfrei – solche Erfolge zeigen, was wir hier gemeinsam leisten können.“
Teamarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Neben der medizinischen Expertise ist es vor allem das Team, das den Chefarzt überzeugt. Die Abteilung hat sich in den letzten Jahren deutlich verjüngt und weiterentwickelt. „Wir haben ein engagiertes Team, das sich der modernen Chirurgie verschrieben hat“, so Brügge. Nachwuchsförderung spielt dabei eine zentrale Rolle – auch international: Junge Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Ländern werden gezielt ausgebildet und integriert.
Ein wesentlicher Bestandteil dieses Erfolgs sind auch die Pflegekräfte, die mit ihrer täglichen Arbeit einen unverzichtbaren Beitrag zur Patientenversorgung leisten. Das Pflegeteam zeichnet sich durch eine gelungene Mischung aus erfahrenen und jüngeren Kolleginnen und Kollegen aus. Während langjährige Mitarbeitende ihre umfassende Erfahrung und ihr Fachwissen einbringen, sorgen jüngere Pflegekräfte für neue Impulse. Diese Kombination ist nicht nur für die Qualität der Versorgung entscheidend, sondern spielt auch in der praktischen Ausbildung eine zentrale Rolle.
Zusätzliche Spezialisierungen innerhalb des Teams, etwa im Bereich der Proktologie, erweitern das Angebot kontinuierlich. Mit speziellen Sprechstunden und Informationsangeboten wird zudem der direkte Kontakt zur Bevölkerung gestärkt.
Engagement in Lehre und Qualitätssicherung
Dr. Brügge selbst engagiert sich weit über die Klinik hinaus. In der medizinischen Ausbildung ist er aktiv in der Lehre tätig und hält regelmäßig Vorlesungen und praktische Kurse. Zudem gibt er sein Wissen als Dozent in spezialisierten Fortbildungen weiter.
Auch in der klinischen Qualitätssicherung übernimmt er Verantwortung: Als Leiter des Antibiotic-Stewardship-Teams koordiniert er die optimale Behandlung schwerer Infektionen. „Gerade bei komplexen Krankheitsbildern ist es entscheidend, die richtige Therapie zur richtigen Zeit einzusetzen“, erklärt er.
Versorgung mit Zukunft
Die Allgemein- und Viszeralchirurgie in Haldensleben steht heute mehr denn je für eine gelungene Verbindung aus breiter Grundversorgung und hochspezialisierter Medizin. Für Dr. Brügge ist genau das der entscheidende Punkt: „Wir behandeln die häufigsten Erkrankungen, die viele Menschen betreffen und gleichzeitig bieten wir hochspezialisierte Medizin auf einem sehr guten Niveau. Das macht unseren Bereich aus.“
Mit dieser klaren Ausrichtung und einem engagierten Team ist die Klinik bestens aufgestellt, um auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung der Region zu spielen.
