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Ihr AMEOS Gesundheitsratgeber

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Wenn das Herz ins Stolpern kommt. Ab wann wird es gefährlich?

«Ich habe in letzter Zeit immer wieder Aussetzer meines Herzschlages und Schlagen bis in den Hals. Jetzt habe ich Angst, dass mein Herz ganz stehen bleibt. Soll ich damit zum Arzt?» Susanne L., 45 Jahre

 

Hans-Ulrich Kain antwortet:
Die gute Nachricht vorab: In den meisten Fällen ist das Herzstolpern ungefährlich und es besteht kein Anlass zur Sorge. Dennoch sollten Sie die Beschwerden ernst nehmen und sich von einem Spezialisten untersuchen lassen. Kommt es beim Herzen zu Extraschlägen oder Herzrasen, führt dies bei den meisten Betroffenen zu grosser Verunsicherung.

Es gibt jedoch diverse Gründe, warum das Herz ins Stolpern gerät. Ein einzelner Herzschlag wird durch einen ganz minimalen Stromimpuls ausgelöst, der in einem speziellen Bereich des Herzens entsteht. Herzstolpern entsteht unter anderem dadurch, dass zusätzliche Stromimpulse ausserhalb des regulären Rhythmus entstehen. Viele Stromimpulse in schneller Abfolge führen zudem zu Herzrasen. Ursächlich hierfür können vielfältige Einflüsse sein, wie beispielsweise psychische oder emotionale Belastungen, hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren oder eine Schilddrüsen-Überfunktion.

Eine weitere grosse Gruppe stellt die Form von entzündlichen Veränderungen des Herzmuskels dar. So kann ein Virusinfekt zusätzlich Auswirkungen auf das Herz haben und allenfalls zu einer lebensbedrohlichen Herzmuskelentzündung mit Herzversagen führen. Schliesslich führen der sehr weit verbreitete Bluthochdruck sowie die ebenfalls verbreitete koronare Herzerkrankung mit Durchblutungsstörungen des Herzens zu Veränderungen des elektrischen Systems am Herzen. Ernst zu nehmen sind die Beschwerden dann, wenn die Herzleistung in Verbindung mit einer gestörten Herzdurchblutung deutlich eingeschränkt ist.

Am AMEOS Spital Einsiedeln klären erfahrene Kardiologen die wesentlichen Ursachen einer Herzerkrankung ab. Stehen die Befunde zur Verfügung, kann – falls nötig – eine individualisierte Behandlung eingesetzt werden. Im Bedarfsfall führen wir erweiterte Untersuchungen mittels CT, Kernspin-Tomographie oder Herzkatheteruntersuchung bei Kooperationspartnern durch.

Dr. med. 

Hans-Ulrich Kain

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Chefarzt Innere Medizin und Kardiologie, Leiter der Klinik für Innere Medizin,
AMEOS Spital Einsiedeln

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