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Ihr AMEOS Gesundheitsratgeber

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Herzschwäche – wenn das Bergwandern immer anstrengender wird

Wenn ich mit meinen Freunden in die Berge gehe habe ich in letzter Zeit Mühe, das Tempo mit zu gehen, weil mir die Luft oft knapp wird – bis jetzt habe ich es immer auf mein Alter geschoben. Reto K. , 78 Jahre

 

Hans-Ulrich Kain antwortet:

Dass einem gewohnte Tätigkeiten im Laufe der Zeit zunehmend anstrengender vorkommen, ist zunächst nicht ungewöhnlich. Tatsächlich lässt das Leistungsvermögen mit zunehmendem Alter - leider - nach. Aufmerksam werden sollte man jedoch wenn auffällt, dass schon nach drei Treppenetagen Luftnot auftritt, wenn man häufiger mal innehalten muss, um Luft zu holen, oder wenn gar abends die Socken vermehrt Einschnürungen an den Beinen verursachen.

Hier kann dann eine Schwäche des Herzmuskels oder eine Erkrankung der Herzklappen vorliegen, die zu den genannten Beschwerden führt. Wenn es zu einer Einschränkung der Pumpkraft des Herzens gekommen ist, kann das Herz den Körper nicht mehr genügend mit Blut versorgen bzw. das Blut aus dem Körper oder der Lunge aufnehmen. Die Folgen sind, dass es zu Wassereinlagerung in den Beinen kommt oder zu einem Rückstau in die Lunge, was dann als Atemnot empfunden wird.

Ursächlich für eine Schwäche des Herzens ist in vielen Fällen der sehr verbreitete Bluthochdruck, der im Laufe der Jahre das Herz übermässig beansprucht hat. Das Herz muss hierbei viel mehr Kraft aufwenden, um das Blut in den Körper zu pumpen und erschöpft sich dabei. Häufig führt auch eine Einengung der Herzkranzgefässe - koronare Herzkrankheit - zu einer Verschlechterung der Pumpleistung. Schließlich können Herzklappenfehler oder Entzündungen des Herzmuskels zu einem Nachlassen der Leistungsfähigkeit führen.

Ohne aufwändige Verfahren lassen sich diese Ursachen bereits erkennen, zum Beispiel mit der Durchführung einer Ultraschalluntersuchung des Herzens sowie Belastungstests, wie sie am AMEOS Spital Einsiedeln durch erfahrene Kardiologen möglich sind. Manchmal reicht dann bereits eine Einleitung einer passenden medikamentösen Therapie aus, um wieder mit Freude die nächste Bergtour in Angriff zu nehmen.

Dr. med. 

Hans-Ulrich Kain

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Chefarzt Innere Medizin und Kardiologie, Leiter der Klinik für Innere Medizin,
AMEOS Spital Einsiedeln